Dienstag, 26. März 2013

Lesezeit: "3096 Tage" - Natascha Kampusch

Ich komme momentan zum Glück sehr viel zum Lesen - meine Buchtitel-Challenge-Liste hat sich schon gefüllt, aber ich hinke mit den Rezensionen sehr hinterher.

Aus aktuellem Anlass, nämlich der Filmpremiere, habe ich vor ein paar Wochen das Buch "3096 Tage" mit der Entführungsgeschichte von Natascha Kampusch gelesen.



Ich muss ja sagen dass ich an das Buch mit gemischten Gefühlen herangegangen bin. Einerseits hat man ja schon sehr viel in den Medien mitbekommen, andererseits hat man selten über die tatsächliche Meinung von Frau Kampusch gelesen, sondern meistens wurde nur viel spekuliert. Zudem ist es natürlich ein eigenartiges Gefühl, so eine Geschichte zu lesen, mit dem Wissen, das diese wirklich passiert ist.

Das Buch erzählt von Nataschas Kindheit bis zu ihrer Entführung und beschreibt dann die schreckliche Zeit ihrer Gefangenschaft.

Geschrieben ist es in einem lockeren Erzählstil und sehr leicht zu lesen. Doch so leicht es zu lesen ist, umso schwerer ist der Inhalt. Die Autorin erzählt mit einer gewissen Härte und emotionalem Abstand von den Geschehnissen, trotzdem sind mir manchmal kalte Schauer über den Rücken gerieselt.

Ich hab das Buch mit einer gewissen Faszination und ständigen Fassungslosigkeit  gelesen. Ich hab früher ganz gerne True-Crime-Romane gelesen, da gab es in meiner Teenagerzeit eine Reihe aus einem Verlag. Das Buch hat mich vom Stil her sehr an diese Bücher erinnert.

Das Buch würde ich weiter empfehlen, es ist keine leichte Kost, aber es erzählt eine unglaubliche Geschichte über e

Ob ich mir den Film anschaue weiß ich noch nicht - im Kino glaube ich nicht, vielleicht wenn er dann einmal im TV gezeigt wird. Hat ihn jemand gesehen und kann was dazu sagen?

Kommentare:

  1. Ich hab den Film gesehen, wobei es nicht meine persönliche Wahl gewesen ist hinzugehen. Das Buch hingegen kenne ich nicht. M.E. erfährt man nicht sehr viel Neues, wenn man die Geschichte ein wenig verfolgt hat. Aber der Film ist gut und realistisch gemacht. Die Beziehung wird nachvollziehbar dargestellt. Aber so von Minute 15-45 fand ich es besonders schlimm, halt auch zu wissen, dass das jetzt bis zum Ende so weitergeht. In unserem Fall kam leider noch dazu, dass neben uns vier mittelalterliche Damen sassen, wovon eine im Dreiminutentakt laut "fürchterlich" sagte. Die hätte ich irgendwann strangulieren können. Insgesamt trotz allem ein Daumen hoch, aber kein Muss. LG, Annemarie

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    1. Danke für deine Meinung zum Film! So ungefähr habe ich es mir eh vorgestellt - das bestärkt mich darin, zu warten, bis er im TV kommt. Kinoquatscher sind überhaupt nervig - ich kann das auch nicht leiden wenn jemand ständig den Film kommentiert. :-)

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